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So stützen Health-Claims-Texte dein Business und ruinieren es nicht

von Sebastian // 30 März

 Minute/n Lesezeit

Entweder wird um sich geschlagen mit unbelegten Gesundheitsbehauptungen oder zugelassene Aussagen werden scheu im dunklen Kämmerlein versteckt. Ein Beitrag, wie erlaubte Gesundheitsbehauptungen und anerkannte Forschung deine Texte, deine Produkte und dein Unternehmen glaubwürdig machen.

Du vermeidest Health Claims in Texten

Du meidest sie, weil Health Claims illegal sind und dir rechtliche Konsequenzen einbrocken. Denkst du.

Schlimmstenfalls attackiert dich die Wettbewerbszentrale und du zahlst eine saftige Abmahnung und unterschreibst eine Unterlassungserklärung. Denn: Du kannst die Wirkung, die dein Produkttext großspurig suggeriert, nicht nachweisen.

So sind Health Claims nicht nur finanziell teuer - weil du die Kosten für Content, Abmahnung und neue Inhalte deckst. Health Claims kosten dich auch Vertrauen und Integrität. Der vermeintliche Anfang vom Ende.

Mit Hasenfußtaktik verschenkst du Potenzial

Diese Gedanken haben viele Unternehmer, die Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel vertreiben. Daher meiden sie Health Claims, die Angaben zur gesundheitlichen Wirkung des Lebensmittels, in ihren Produkttexten. Ja, selbst in ihren Magazin-Artikeln. Oder sie wollen Texter, die Health Claims komplett meiden.

Das ist nur zu gut verständlich. Wegen etlichen schwarzen Schafen, die sich auf dem Marktplatz tummeln, sollte man vorsichtig sein. Verbraucher und Behörden sind spitzer als die Spitzmaus und lauern wie der Wolf auf den Fehltritt des Schafes.

Was man gleichwohl sagen muss: Leider verschenkst du mit dieser Hasenfußtaktik viel Potenzial.

Denn: Wieso solltest du den erwiesenen Nutzen deines Produktes oder den vielversprechenden Forschungsstand nicht transparent aufzeigen? Würdest du auch Champagner servieren und von Sekt sprechen?

Die Verordnung ist gut für dich – wenn du ein seriöser Anbieter bist

Bevor ich dazu komme, wie du dein Potenzial ausschöpfst, hier zwei Beispiele aus der Praxis. Die zeigen, weshalb die Health-Claims-Verordnung für dich arbeitet.

Das erste Beispiel ist ein Testobooster

Interessanterweise finde ich kein Impressum auf der Webseite. Auf der Startseite, die das Produkt abbildet, heißt es: Der Booster steigere mentale Energie, erhöhe Testosteron um 50 % oder verbessere Muskelkraft um 140 %.

Dabei war der Booster noch nie Teil einer ordentlichen Studie. Und weder die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) noch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) haben diese Gesundheitsbehauptungen freigegeben.

CBD-Tropfen stellen das zweite Beispiel für riskante Health-Claims

Laut Hersteller, mit Sitz außerhalb Europas, lindern sie Angstzustände, fördern guten Schlaf oder unterstützen ein gesundes Herz.

Unabhängig davon, ob CBD-Tropfen gerade als Kosmetikartikel oder Lebensmittel gelten, gibt es wenige handfeste Belege für diese Behauptungen. Es gibt erste, vielversprechende Forschungsergebnisse. Bis die EFSA genannte Claims offiziell bestätigt, verstreichen in aller Regel Jahre.

Diese zwei Beispiele machen klar, warum Verbraucher und Markt unter diesen Aussagen leiden, denn:

  • Der Verbraucher greift gutgläubig zu, gibt Geld aus, bekommt dafür keine Hilfe, mitunter aber gesundheitliche Schwierigkeiten;
  • Sie sind ein Nachteil für seriöse Kollegen und die gesamte Branche. Die leidet, weil das unseriöse Marketing auf gute Produkte und ehrliche Unternehmen ausstrahlt. Dabei könnte CBD doch wirklich was helfen.

Daher scheidet die Health-Claims-Verordnung nicht nur bürokratisch Korinthen aus, sondern schützt Verbraucher und rechtschaffene Unternehmen gleichermaßen.

Health Claims sind erlaubt, halt eben die richtigen

Ich will dich überzeugen, dass Health Claims für sich nicht schlecht, gar eine Chance sind.

Die Health-Claims-Verordnung, die Verordnung zu nährwert- und gesundheitsbezogenen Angaben bei Lebensmitteln, zeigt das. Sie regelt, welche Aussagen zulässig sind, welche Aussagen du machen darfst.

Beispiel Biotin, auch Vitamin B7 oder Vitamin H genannt

„Biotin wirkt gegen Haarausfall“, das ist ein unerlaubter Health Claim, so von mir auf einem Nahrungsergänzungsmittel für volleres Haar gesichtet.

„Es trägt zum natürlichen Wachstum der Haare bei", ist dagegen eine Aussage, die laut Verordnung zulässig ist.

Die zulässige Aussage macht das Haarwuchsmittel in diesem Fall nicht zum Kassenschlager. Denn kaum jemand leidet unter Biotinmangel. Und wirklich verführerisch ist die zulässige Aussage auch nicht.

Allerdings zeigt das Beispiel auf, dass du Behauptungen zur gesundheitlichen Wirkung machen darfst; wenn die zuständige Stelle sie zulässt.

Nutze zugelassene Aussagen und Quellen, die zur Zulassung geführt haben

Wenn du dein Produkt herausstellen möchtest, dann zeigst du auf, wie die EFSA zu ihrer Entscheidung kommt. Du malst aus, welche Studienergebnisse das EFSA-Gremium überzeugen.

Du willst herausfinden, welche Aussagen für dein Produkt und dessen Wirkung zulässig sind? Du möchtest aufzeigen, welche handfesten Studienergebnisse die EFSA bewegen, dieses Gesundheitsversprechen zu deinem Produkt zuzulassen?

Da hilft nur ein Blick in die entsprechende Übersichtsarbeit der EFSA.

Zugelassene Health Claims und anerkannter Forschungsstand lassen dein Lebensmittel legal glänzen

Zwei Dinge, damit du Ärger mit der Health-Claims-Verordnung aus dem Weg gehst - aber dennoch den gesundheitlichen Nutzen deines Produktes aufzeigst:

  • Knowhow mit Quellen. Wichtig sind Kenntnisse über die Health-Claims-Verordnung; wie die EFSA einschätzt und die Einschätzung aktuell aussieht. Wenn du weißt, wo aktuelle Neuigkeiten zu Angaben bei Lebensmitteln zu finden sind, ist das vorteilhaft für deine Texte.
  • Feingefühl auf den Tasten. Gut ist, wenn du die bürokratischen Formulierungen in den EFSA-Veröffentlichungen in angenehme Texte formst. Noch besser, wenn du den anerkannten Stand der Forschung unverfälscht aufzeigst.

Du suchst Hilfe bei dieser Aufgabe, bei deinen Health-Claims-Texten?

Lass uns unverbindlich über dein Vorhaben sprechen, vielleicht kann ich dir helfen.


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